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Ziele der Optimus Studie
Inzidenz und Prävalenz
Die Optimus Studie erfasst Informationen über Häufigkeit und Art und Weise von Vorfällen des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen. Die Erhebung ist so ausgelegt, dass sexueller Missbrauch in den Kontext von anderen Formen von Gewalt gesetzt wird. Dabei sollen Risiko- und Schutzfaktoren herausgearbeitet werden, um davon wissenschaftlich gestützte Massnahmen für Prävention und Intervention abzuleiten.
Überdies sollen offizielle Daten zu gemeldeten Fällen von sexuellen Übergriffen zusammengetragen werden, um die Anzahl der neuen Fälle, die offiziell jedes Jahr bekannt werden, zu schätzen. Dieser Teil der Studie soll auch die Basis dafür bieten, Veränderungen über die Anzahl von Fällen sowie der Struktur des Unterstützungssystems über die Zeit zu verfolgen.
Methodische Fragestellungen
Die Studie liefert einen Beitrag für weitere Forschung, indem sie auch methodische Fragestellungen thematisiert. Denn bis heute ist man sich auch in Wissenschaftskreisen nicht einig darüber, was alles unter sexuellen Übergriffen einzuordnen ist (operationale Definition), oder wie Befragungen in diesem Bereich am zuverlässigsten durchgeführt werden. Um solche Fragen zu klären, werden im Verlauf des Projektes Konferenzen mit den führenden Experten durchgeführt.
Brückenschlag von Theorie zu Praxis
Durch gezieltes Zusammenarbeiten mit Interessensvertretern, Praktikern und Betroffenen bezieht die Optimus Studie die Anliegen und Stimmen der verschiedenen Gruppen ein und strebt so an, die Kluft zwischen Wissenschaft und Praxis zu verkleinern. Informationskampagnen sollen auf verschiedenen Ebenen auf das Thema aufmerksam machen und Öffentlichkeit sowie Fach- und Betreuungspersonen sensibilisieren.
UBS Optimus Foundation